Wertevoll Pilgern

Wert[e]voll Pilgern

Impulse zum Unterwegssein auf dem Sternenweg im Herzen Europas

Die Zeit ist reif zum Aufbruch, um neue Wege zu gehen. Eine bessere Welt ist möglich und diese bahnt sich ihren Weg in der geistigen Haltung jedes einzelnen Menschen. Das großregionale Wegenetz des europäischen Modellprojektes „Sternenweg/Chemin des étoiles“ möchte dazu exemplarisch einen offenen Lebens-, Erfahrungs- und Begegnungsraum anbieten. Am Wegesrand laden - wie auf der interaktiven Karte dargestellt entlang von 16 verschiedenen Wegerouten über 350 mittelalterlichen Kulturdenkmäler als Zielpunkte zu Pilgerwanderungen und zum Innehalten ein. Versunkene Spuren der Pilger*innen des Mittelalters lassen sich unterwegs erahnen. Die Vorstellungen jener Pilger vom „Heiligen“ oder „Seelenheil“ lassen sich in der Gegenwart neu definieren. Begegnungen zwischen Zeit, Raum und Mensch können sich in dieser Haltung ereignen.

Vieles spricht dafür, Pilgerwanderungen zu diesen „Heiligen Orten“ der Vergangenheit und den Aufenthalt vor Ort auch zur inneren Zwiesprache zu nutzen, um sich dabei selbst zu erforschen und zu entfalten. Unterwegssein als Pilger*in der Gegenwart lebt von unvorhersehbaren Begegnungen, bei denen sich die Zeit zuweilen für Momente aufzuheben scheint. Es sind Momente, die erlauben, sich eine Weile von den Zwängen dieser Welt zu befreien. Damit eröffnen sich Räume, um Körper und Geist miteinander in Einklang zu bringen und sich dadurch eine Art der Wiederverbindung mit dem Ganzen vollziehen kann.

Wertevoll Pilgern
Für welche Werte bin ich unterwegs?

Im Rahmen des europäischen Modellprojektes „Sternenweg/Chemin des étoiles sind Menschen dazu eingeladen, beim Pilgerwandern auszuloten in welcher Welt wir - im Spiegel der Vergangenheit - leben möchten und für welche Werte wir stehen. Pilgern steht seit jeher für „Fernweh“ und für die Lust, sich auf die Welt mit Empathie auf fremde Kulturen einzulassen. Diese besondere Art des Unterwegsseins geht damit einher, den Alltag mit all seinen Zwängen und Belastungen eine Weile hinter sich zu lassen. Die Begegnung mit dem Fremden fördert die Bereitschaft, sich selbstkritisch mit den Mustern der eigenen Denk- und Handlungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. Wer sich unterwegs auch dafür öffnet, die eigenen Wertvorstellungen im Spiegel der Gesellschaft, in der wir leben, zu reflektieren und sie mit anderen auszutauschen, gewinnt nicht nur an innerer Stärke und Lebensmut, sondern auch die Motivation, die Realität mitzugestalten. Innerhalb einer Kulturgemeinschaft müssen Wertvorstellungen zur Gestaltung von gutem Leben immer wieder neu verstanden und errungen werden. Jede Stimme fällt dabei ins Gewicht!

Unser Geist ist das wahre Selbst und er folgt dem Wertekompass, den wir für ihn wählen! Der Weg der Selbstwerdung, der sich dabei frei von Leistungsdenken und Zielvorstellungen eröffnen kann, ist die eigentlich „Wegkunst“ entlang der Wege unter der Milchstraße Europas und sie beschenkt alle, die sich darauf einlassen.

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„Geistiges Gepäck“ - Impulsgeber für einen Wertekompass

Die folgenden Erläuterungen zu einer Auswahl gesellschaftsrelevanter Werte sind im derzeitigen öffentlichen Diskurs der europäischen Gesellschaft für eine ethisch tragfähige Weltanschauung eines modernen und humanistischen Europas von großer Bedeutung. Sie spiegeln sozusagen summarisch das soziale, geistige und kulturelle Fundament Europas und verstehen sich - ohne Anspruch auf inhaltliche und ganzheitliche Vollständigkeit - als Impulsgeber und Orientierungshilfe zum Ein- und Weiterdenken. Als „geistiges Gepäck“ können diese Wertvorstellungen unterwegs auf einer Pilgerwanderung oder beim Innehalten auf kreative Weise (s. u. Empfehlung für das Pilgerwandern auf dem Sternenweg) reflektiert werden und zu einem neuen Selbstverständnis über den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gemeinsam gelebte europäische Grundwerte beitragen. Bereits in der gedanklichen Auseinandersetzung mit diesen Themen und den unterschiedlichsten Ebenen, auf denen sie relevant werden, nehmen Sie auf den kollektiven Prozess einer Wertebildung und deren Bindungskraft innerhalb unserer europäischen Gesellschaft Einfluss und Sie selbst übernehmen darüber hinaus Verantwortung für sich und andere! Ein gemeinsames Denken, Ausformen und vor allem Leben dieser Werte stiftet Lebenssinn, fördert politische Teilhabe, liefert einen aktiven Beitrag zur Bürger*innenkompetenz innerhalb unserer freien, europäischen Gesellschaft. Symbolisch wird dieser Wertekanon in einem Leitbildmotiv dargestellt, das Pilger*innen entlang der Sterne motivieren soll.

Einen wesentlichen Zugang, die eigene Denk- und Lebensweise zu reflektieren und behutsam und harmonisch weiterzuentwickeln, schenkt dabei die Schulung der spirituellen Intelligenz. Sie ist sozusagen die geistige Hülle, in der sich ein Wertekanon kontinuierlich ausloten und formen kann. Diesem Prozess in der spirituellen Dimension des Menschseins kommt daher in der Zukunftsvision des europäischen Modellprojektes „Sternenweg/Chemin des étoiles“ eine große Bedeutung zu. Innerhalb der überwiegend rationalen und leistungsgesteuerten Lebenswelten der Gegenwart bildet der spirituelle Weg den Gegenpol, denn er kann Zuversicht und Hoffnung säen sowie Sinn und Mut zum Leben schenken. Der spirituelle Weg wird im Leitmotiv des Modellprojektes durch eine Spirale von Sternen symbolisiert, die sich flankiert von Werten nach innen zum Frieden vollzieht.

Bringen Sie sich also entlang der Sterne Europas sowohl in eine körperliche als auch in eine geistige Vorwärtsbewegung und genießen Sie die Wege und Umwege, um mit Ihren Impulsen und eigenen Ideen neues Denken und Handeln in die Welt zu tragen

„In der Vielfalt der Kulturen im Geiste geeint“

Die Vermittlung der folgenden Beschreibung einer Auswahl von kulturellen Werten Europas und der zugehörigen Fragen und Impulse erfolgt auf vier unterschiedlichen Ebenen, um einen möglichst ganzheitlichen Prozess der Selbst- zur Sinnverwirklichung beim Unterwegssein zwischen Zeit, Raum, Ort und Mensch zu inspirieren. Die unterschiedlichen Ebenen erlauben einen Zugang zu den Grundbedürfnissen von Menschen, die weltoffen und in Frieden miteinander leben wollen, aus unterschiedlichen Perspektiven und bieten damit ein weiteres Blickfeld für individuelle Gestaltungsoptionen einer lebenswerten, humanitäre Gegenwart und Zukunft. Dieser schöpferische Akt der „Weltformung“ durch den Beitrag des einzelnen Menschen ist ein „Schlüssel“ der Vision des Modellprojektes.

1. Ebene der Werte

Auswahl gesellschaftlicher Grundwerte als Rahmenbedingung eines menschenwürdigen und humanitären Zusammenlebens und als Perspektive eines selbstbestimmten, schöpferischen Lebens innerhalb der Gemeinschaft der Menschheit.

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Damit es Frieden in der Welt gibt,
müssen die Völker in Frieden leben.

Damit es Frieden zwischen den Völkern gibt,
dürfen sich die Städte nicht gegeneinander erheben.

Damit es Frieden in den Städten gibt,
müssen sich die Nachbarn verstehen.

Damit es Frieden zwischen Nachbarn gibt,
muss im eigenen Haus Frieden herrschen.

Damit im Haus Frieden herrscht,
muss man ihn im eigenen Herzen finden.

(Laotse, chinesischer Philosoph, 4.-3. Jh. v.Chr.)

Frieden (von althochdeutsch fridu „Schonung“, „Freundschaft“) ist ein heilsamer Zustand, der Stille oder Ruhe und die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Der einzelne Mensch kann in der Selbsterfahrung, der Auseinandersetzung mit sich selbst, ein Gefühl von „Infriedenheit!“ einen sog. „inneren Frieden“ erreichen. Den (inneren) Frieden zu suchen, ist eine Entscheidung und bedeutet einen Lebensweg einzuschlagen, der sich darauf ausrichtet, im Einklang und in Harmonie mit sich selbst zu leben. Dies ist die Basis dafür, auch im Außen Frieden finden zu können und diesen in die Welt hinauszutragen. Im gesellschaftlichen Kontext ist Frieden das Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“ und damit verbundener Friedensbemühungen. Im Sprachgebrauch der Gegenwart wird mit Frieden der allgemeine Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, in dem bestehende Konflikte in rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt ausgetragen werden, bezeichnet. Frieden in diesem Sinne ist ein Zustand in der Beziehung zwischen Völkern und Staaten, der den Krieg zur Durchsetzung von Politik ausschließt.

Frage: Wieviel Bedeutung schenke ich dem inneren Frieden in meinem Leben?

Impuls: Jeder Schritt zum eigenen inneren Frieden wirkt sich ausweitend auf den Frieden im Außen aus. Jede friedvolle Haltung und Handlung schenkt Dir innere Kraft und Zuversicht und ist ein Beitrag zur Allverbundenheit und zum Frieden in der Welt.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Der Zweck unseres Daseins sei auf Bildung der Humanität gerichtet
…Unsere Vernunfttätigkeit soll zur Vernunft,
unsere feineren Sinne zur Kunst,
unsere Triebe zur echten Freiheit und Schönheit,
unsere Bewegungskräfte zur Menschenliebe gebildet werden...

Johann Gottfried von Herder (1744-1803), deutscher Kulturphilosoph

Humanität (lat. humanitas) steht als Begriff für Menschlichkeit, Mitmenschlichkeit und die kontinuierliche kulturelle Bildung des Geistes, die auf die Verwirklichung der Menschenrechte, auf Hilfsbereitschaft und Teilnahme abzielt. Es geht um die Stellung des Menschen in der Welt und für die Welt: Verantwortungsbewusst zu sein, der Wahrheit auf der Spur zu folgen und das Innerste, was das Menschsein ausmacht, zu ergründen. Gemeint ist, den eigentlichen Auftrag des Menschseins - die Conditio humana - zu verstehen und entsprechend zu leben. Mit dieser Begründung von Menschlichkeit gehört die Humanität zur eigentlichen Bestimmung des Menschen in allen seinen Lebensbereichen. Sie wird sowohl durch den Einzelnen als auch durch die jeweilige betreffende Kultur, die sie ausübt, definiert und verlebendigt. Zum humanitären Weltbild zählen in den meisten Kulturen die Werte Würde, Verbundenheit, Mitgefühl, Güte, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit. Zu den elementaren Voraussetzungen einer humanen Lebensführung gehören Offenheit und Freundlichkeit. Die Fähigkeit, die Polaritäten, die sich auf jedem individuellen Lebensweg ergeben, zu erkennen und sie im Wechselspiel zwischen der Innen- und Außenwelt auszubalancieren, falls möglich zu versöhnen, gehört zu den Wesensmerkmalen der Humanität.

Frage: Wann und in welchen Lebensbereichen bin ich mitmenschlich?

Impuls: Auf meinem Lebensweg möchte ich auf meine ureigene Art und Weise menschlich sein. In dieser Haltung möchte ich ganz besonders auch im Kleinen wirken.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Freiheit…

steuert das Selbst vor fremden Zugriff
begrenzt das Selbst, wo andere frei sind

hält Distanz vor Zudrang
genießt Nähe ohne Übergriff

ruft aus der Beschränkung in die Gewährung
entbehrt Angst und Not

verpflichtet zur Ausübung im Miteinander
verbreitet in großen Zügen

tanzt für das Gleichgewicht
auf dem Seil der Bedürfnisse im Anderen

Peter Michael Lupp

Freiheit (lateinisch libertas) ist in der Gegenwart ein absolutes Privileg und ein Geschenk im Vergleich zu den Jahrhunderten zuvor und wurde in der Geschichte immer unterschiedlich interpretiert. Freiheit in einer gegenwärtigen Auslegung eröffnet die Option, autonom und ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und zu entscheiden. Zur Freiheitserfahrung gehört jedoch, dass der Mensch den Unterschied von Freiheit und Unfreiheit empfinden kann. Dies bedeutet paradoxerweise, dass Freiheit zur Entfaltung auch Grenzen braucht, die im Streben nach der eigenen Freiheit reflektiert werden müssen. Freiheit erfordert Selbsterkenntnis, Hingabe an das Wunder des Lebens und Eigenverantwortung im Denken und Handeln. Frei ist, wer mit sich selbst in Einklang steht, das Geschenk der Freiheit mit Dankbarkeit und Sinn ausgestaltet.

Frage: Welche Freiheiten genieße ich aktiv. Ist mir das Privileg in Freiheit zu leben bewusst?

Impuls: Erkenne Dich selbst! Mit jedem Schritt komme ich mir näher, finde mich, lebe aus der Mitte, werde wahrhaftiger und frei im Denken und Handeln.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Demokratie heißt immer: die Bereitschaft, nicht nur die eigenen Interessen zu sehen, und die Fähigkeit zum Ausgleich und Kompromiss.

Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident)

Wenn wir uns nicht um sie kümmern, geht sie…

Peer Steinbrück (Politiker)

Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία‚ Herrschaft des Staatsvolkes) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme in denen die Macht und Regierung vom Volk ausgehen. Sie bildet die Grundlage unserer europäischen Gesellschaft. Gleichzeitig ist die Demokratie auch die verletzlichste aller das Gemeinwohl ordnenden Staatsformen, bei der das Volk entweder unmittelbar (direkte Demokratie) oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten (repräsentative Demokratie) an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, beteiligt wird. In demokratischen Staaten und politischen Systemen geht die Regierung durch politische Wahlen aus dem Volk hervor. Die Meinungs- und Pressefreiheit zur politischen Willensbildung ist dabei unerlässlich. Weitere wichtige Merkmale einer modernen Demokratie sind freie und gleiche Wahlen, das Mehrheits- oder Konsensprinzip, Minderheitenschutz, die Akzeptanz einer politischen Opposition, Gewaltenteilung, Verfassungsmäßigkeit sowie Schutz der Grund-, Bürger- und Menschenrechte.

Eine demokratische Kultur darf die ethischen und religiösen Lebensformen, die in einem pluralistischen Gemeinwesen zusammenkommen, weder ignorieren noch negieren, sie muss sie vielmehr in sich aufnehmen und so integrieren, dass der Grundsatz des Respekts für alle Bürger gleichermaßen gilt. Demokratie braucht Menschen die ein Interesse am Gemeinwesen und Gemeinwohl hegen und bereit sind, sie zu leben und sich für sie aktiv zu engagieren. Dies setzt voraus, dass sich die Menschen untereinander als gleichwertig respektieren, das eigene Interesse nicht absolut setzen und die den Mut zum offenen, fairen Meinungsstreit, aber auch den Mut zum Kompromiss haben. Insofern ist die Demokratie auch die maßgebliche Voraussetzung für Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Eine demokratische Lebensgestaltung innerhalb von Gemeinschaften sucht daher immer einen konstruktiven Ausgleich zwischen dem Ich und dem Wir! Gleichgültigkeit untergräbt die Demokratie. Einer der Architekten des Grundgesetzes, der spätere Bundespräsident Theodor Heuss, hat das sehr schön auf eine einfache Formel gebracht: Das „ohne mich“, sagte er einmal, „ist die Zerstörung aller demokratischen Gesinnung, die im Wesenhaften auf dem ‚mit mir‘ und ‚mit dir‘ beruht.“

Frage: Welche Bedeutung hat für mich die bürgerliche Zusammengehörigkeit? Welche aktiven Beiträge leiste ich zum Gemeinwohl der Gesellschaft in der ich lebe?

Bin ich bereit für die Rechtstaatlichkeit, den Schutz der Menschenrechte und die Gleichwertigkeit aktiv einzutreten, wenn es erforderlich wird?

Impuls: Ich öffne mich auf meinem Weg für die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt in unserer Gesellschaft. Ich stehe dafür ein, allen Menschen ein friedvolles Leben in demokratischen Strukturen zu ermöglichen.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

2. Ebene der Emotionen

Das menschliche Sozialverhalten, das insbesondere auf sozialen und moralischen Emotionen basiert, bildet einen wesentlichen Faktor, damit ethische und moralische Wertvorstellungen nicht nur verstanden und respektiert, sondern auch verinnerlicht werden. Nur so können sie im alltäglichen Handeln auch eine Relevanz bekommen und Frieden und Gemeinwohl fördern und voranbringen. Soziale und moralische Emotionen spiegeln die emotionale Intelligenz des Menschen und werden insbesondere durch folgende Aspekte gefördert: Toleranz, Freundschaft, Mitgefühl, Solidarität und eine darauf basierende Bereitschaft anderen Kulturen weltoffen zu begegnen.

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Ohne Toleranz können wir kein Mitgefühl entwickeln.

Dalai Lama (*1935)

Toleranz bezeichnet das „so sein lassen“ der Sichtweisen, Überzeugungen, Handlungen und Sitten von anderen und ist ein zentrales Wesensmerkmal der Demokratie. Toleranz steht auch als Beschreibung von Gleichberechtigung, Vielfalt und die Vermeidung von Ausgrenzung. Im gesellschaftlichen Diskurs hat Toleranz eine große Bedeutung. Sie wird z.B. in Zusammenhang mit Religiosität, sexuellen Neigungen, kulturellen Unterschieden und prinzipiell Andersdenkenden (Wertesysteme und Wertegemeinschaften) diskutiert. Die Grenzen der Toleranz weichen dadurch nicht auf, sondern werden klarer. Sie liegen dort, wo anderen diese grundlegende Form der Achtung und Gleichberechtigung vorenthalten wird. Die Verantwortung dafür, dass diese Grenzen beachtet werden, kann allerdings nicht vollständig an den Staat abgetreten werden. An erster Stelle sind es die Menschen selbst, die dazu verpflichtet sind, „richtig verstandene“ Toleranz zu üben. Duldsamkeit, Geduld und Achtsamkeit stehen in einem engen Zusammenhang mit tolerantem Verhalten.

Frage: Erkenne und erlebe ich die Vielfalt im Zusammenleben innerhalb unserer Gesellschaft als bereichernd? Sehe ich mich als Teil einer weltoffenen Gemeinschaft?

Impuls: Ich öffne mich auf meinem Weg dafür, die Wirklichkeit sensibel und achtsam wahrzunehmen. Ich übe unterwegs meine Toleranz- und Dialogfähigkeit im respektvollen Umgang mit anderen Sichtweisen. Gleichgültigkeit gegenüber meinen Mitmenschen ist mir fremd.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Schweigen
umgibt alles gemeinsame Handeln
und alles Zusammenleben

Freundschaft braucht keine
Worte

Sie ist die Einsamkeit
die von der Furcht
vor der Einsamkeit
befreit ist.

(Unbekannter Autor)

Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Freundschaften haben eine herausragende Bedeutung für Menschen und Gesellschaften. In der Freundschaft bestimmt immer nur Freiwilligkeit das Miteinander. Aristoteles bezeichnete Freundschaft als „eine Seele in zwei Körpern“. Cicero erkennt den sicheren Freund in unsicherer Sache. Die Freundschaft zu einem anderen Menschen geht darüber hinaus auch mit einer immerwährenden Vertiefung der Selbsterkenntnis im Gegenüber einher. Das Gegenteil von Freundschaft ist Feindschaft. Im übertragenen Sinne bezeichnet Freundschaft auch ein gutes und oft vertraglich geregeltes politisches Verhältnis zwischen Völkern oder Nationen (z. B. „deutsch-französische Freundschaft“).

Frage: Welche Emotionen leiten mich bei dem Gedanken an Freundschaft?

Impuls: Auf meinem Weg widme ich Zeit für Gedanken an Freunde und bedanke mich im Geiste an ihrem Leben teilhaben zu können. In guten und in schlechten Tagen können sie auf mich zählen.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Das Mitgefühl mit allen Geschöpfen ist es, was Menschen erst wirklich zum Menschen macht.

(Albert Schweitzer)

Mitgefühl umschreibt die Anteilnahme an der Situation eines anderen Individuums und ist eine natürliche, im Menschen angelegte Fähigkeit. Das eigene Gefühl geht dabei in Resonanz mit dem Gefühl eines anderen Lebewesens. Dies ist ein bedeutender Faktor bei der Bildung emotionaler Intelligenz. In der Anteilnahme an den Gefühlen anderer erlernen Menschen besser mit den eigenen Emotionen umzugehen. Eine Abwandlung von Mitgefühl ist Empathie, die Menschen hilft, sich in die Gedanken des Gegenübers einzufühlen, sie zu verstehen, darauf einzugehen und entsprechend zu reagieren. Unsere Spiegelneuronen im Gehirn können uns Gefühle anderer Menschen spiegeln. Mitgefühl für andere menschliche und nichtmenschliche Wesen setzt Akzeptanz des eigenen Ichs und Liebe zu sich selbst voraus.

Frage: Was denke und fühle ich über mich selbst? Mit welchen Gefühlen gegenüber anderen bin ich unterwegs?

Impuls: Ich beobachte auf meinem Weg auch meine Gefühlswelt für mich und andere. Jedem Menschen, dem ich begegne und Menschen an die ich gerade denke, wünsche ich Gutes und segne sie im Stillen.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Solidarität

Gemeinsam
statt einsam

Begleiten statt leiten
Frei Raum Erobern
Zugehören
zusammen wachsen
Wunder tauschen
Blicke wenden
Nähe schenken
Hoffnung spenden
weiterdenken

Besser als sonst

Peter Michael Lupp

Solidarität (lat. solidus) lässt sich aus der Wortbedeutung „gediegen, echt, fest“ ableiten und steht damit im Zusammenhang mit Besändigkeit, Kontinuität und Stabilität. Als solidarisch wird eine zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit bezeichnet, die die Ideen, Aktivitäten und Ziele anderer Menschen aktiv unterstützt. Solidarität braucht einen öffentlichen Raum und Nähe, um Anteilnahme, Verbundenheit und Mitgefühl gegenüber anderen zum Ausdruck zu bringen. Dabei geht es auch darum, in einer weltoffenen Gemeinschaft in freundschaftlicher Haltung zusammenzuwachsen, um friedlich für gemeinsame Werte einzutreten. Der Gegenbegriff zur Solidarität ist die Konkurrenz.

Frage: Mit welchen weltoffenen europäischen Werten bin ich im Einklang und fühle mich darüber mit anderen verbunden?

Impuls: Meine Begegnungen unterwegs erinnern mich an das verantwortliche Handeln für die Gemeinschaft der Menschen, insbesondere in Zeiten von Krisen. Diesen Gedanken pflanze ich in mein Innererstes und er schenkt mir Beziehung zu anderen Menschen, Selbstvertrauen und Kraft. Soweit es mir möglich ist, möchte ich Menschen in meiner Umgebung in Not, Krankheit und Verzweiflung beistehen.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Begegnung mit anderen Kulturen

Fremde(r)
reiche mir über die Schwellen
die Hand
zum WIR

Lass uns Horizonte weiten
Heimat schenken
Welten öffnen
Zukunft hoffen
Frieden stiften
und
tief berühren

Peter Michael Lupp

In der Begegnung mit anderen Kulturen, Landschaften und mit dem Fremden entstehen unwillkürlich immer wieder neue Eindrücke und Verbindungen. Mit ihnen können Menschen in Resonanz treten und einen Beitrag zu einem europäischen Zusammengehörigkeitsgefühl hervorrufen. Ziel ist es, eine ethisch tragfähige und achtsame Verknüpfung zwischen den Menschen, ihrer verschiedenartiger kulturellen Prägung, Herkunft und geistigen Haltung zu kultivieren. In der weltoffenen Begegnung und dem freundschaftlichen Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen geht unwillkürlich auch eine Sensibilisierung für die Bedeutung der Achtung der Menschenwürde, die Gleichheit und den Schutz der Menschenrechte einher. In der Begegnung der Kulturen erwächst das Selbstverständnis für die wohlwollende friedvolle Zusammengehörigkeit von Menschen unterschiedlichster Kulturen- und dem sorgsamen Umgang mit der Natur mit all ihren Geschöpfen.

Frage: Bin ich offen für Begegnungen unterwegs?

Mit welcher Wertschätzung und welchem Respekt begegne ich auf meinem Weg Menschen aus anderen Kulturen?

Impuls: Vielfalt und ein würdevoller Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und ihren Lebensgewohnheiten beschenkt mit neuem Sehen und Verstehen und ist eine Bereicherung der Gesellschaft und des alltäglichen Lebens: selbstverständlich gemeinsam, offen, in Vielfalt leben.

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

3. Ebene der Ökologie – Die Schöpfung bewahren

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Schöpfung bewahren

Aus dem immer Mehren
herausfallen

Nackt am Ende
Frei gehen

Ohne Fassung
im neuen Raum

Erwachsen
Nachhall[t] geben

Zukunft säen
[D]ein Samenkorn genügt

Peter Michael Lupp

Durch unreflektiertes Wachstumsdenken, die Macht der Märkte und unser Konsumverhalten, gerät das natürliche Gespür des Menschen für den „Blauen Planeten Erde“ - der Schöpfung - schleichend aus dem Lot. Die Menschheit verbraucht derzeit jedes Jahr etwa 50 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Die Erde, aber auch die Menschheit an sich, gerät dadurch zunehmend aus ihrem überlebensnotwendigen, ökologischen und ethischen Gleichgewicht.

Vor diesem Hintergrund erinnert der „Notruf“ - Schöpfung bewahren - an die Verantwortung des Menschen für seinen einzigartigen Lebensraum voller Vielfalt: den Planeten Erde. Obwohl er aus der christlich geprägten Welt entnommen ist, steht er auch überkonfessionell für den Auftrag der Völker und Kulturen, den Raubbau mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen aufzuhalten, um unseren gemeinsamen Lebensraum zukunftsfähig auch für künftige Generationen zu bewahren. Die Menschheit trägt über alle Kulturen und Religionen dafür die volle Verantwortung! Es geht um das menschliche Maß der Genügsamkeit: die Erkenntnis, dass der Verzicht in unserem Konsumverhalten in vielen Fällen sogar zu einem zufriedeneren Leben führen kann. Dazu braucht es einen beständigen, öffentlichen Diskurs. Die Schöpfung bewahren mündet in einem ökologisch und ethisch tragfähigen Verhältnis zwischen Mensch und Natur und gelingt durch nachhaltige Lebensformen auch in ihrer spirituellen Dimension (siehe 4. Ebene).

Wie lässt sich eine Lebensform des „Weniger“ mit Freude, Sinn und Geist kultivieren, eine Gesellschaft bauen, die weniger verbraucht, die Risikospiralen erkennt und vermeidet? Jeder Mensch hat dazu Handlungsspielräume – das ist unser Privileg!

Frage: Sehe ich die Schönheit der Natur und die Wunder dieser Schöpfung und welchen Wert gebe ich ihr heute und in Zukunft?

Impuls: Mir ist es ein Anliegen, die Lebensgrundlagen auf diesem einzigartigen Planeten Erde nachhaltig zu sichern. Meine Verantwortung zeigt sich im täglichen Umgang mit den Geschenken der Natur, die auch noch künftigen Generationen zur Verfügung stehen sollen. In dieser Haltung wähle ich den Weg des guten Lebens in der Allverbundenheit der Schöpfung Erde.

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4. Ebene: Der spirituelle Weg

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Der spirituelle Weg

… dass ich erkenne was die Welt im Innersten zusammenhält,
schau` alle Wirkenskraft und Samen und tu´ nicht mehr in Worten kramen …

Johann Wolfgang von Goethe

Spiritualität handelt von der „Wegkunst“ der Selbstwerdung, die mit einer nach Suche nach der eigentlichen Bedeutung des Lebens einhergeht. In diesem Prozess werden die Wunder des Lebens und der Sinn des eigenen Lebensauftrages, abseits rein rationaler Betrachtungsweisen, in ihrer eigentlichen (Trag-)Weite bewusster und erfahrbar.

Die spirituelle Dimension bildet sozusagen den Wesensgrund der Suchbewegung nach der Quelle des Lebens in der Gegenwart. Sie entfacht sich im bewussten Innehalten und in der vollen Hingabe. Sobald der Mensch ernsthaft den spirituellen Weg der Verbundenheit mit der Natur und dem Geistigen beschreitet, wird er sensitiver und durchlässig für ein wahrhaft freies Leben. Die Seele beginnt aufzuatmen und die Wandlungskräfte zu mobilisieren, der Blick richtet sich auf das Wesentliche, Wege eröffnen sich.

Eine gelebte Spiritualität erlaubt dem Menschen, den „göttlichen Funken“ in sich wiederzuentdecken, um mit dieser Kraft ein gutes Leben in allen seinen Lebensbereichen und Aufgaben zu inspirieren. Auf diese Art und Weise werden Menschen erfinderisch, dem Leben einen Sinn zu geben und verantwortlich zu handeln. Sie begreifen, dass alles miteinander im Innersten zusammenhängt.

Einen Zugang, spirituelle Wirklichkeit zu erfahren, können sich insbesondere durch die Übung der Verlangsamung, der Achtsamkeit, der ungeteilten Andacht, der Meditation oder des inneren Gebetes (im überkonfessionellen Kontext), eröffnen. Dazu braucht es Orte an denen diese Übungen ungestört zelebriert werden können und Zeit in denen etwas reifen und ausheilen kann. Meditatives Pilgerwandern auf dem „Sternenweg“ und das Innehalten an „Heiligen Orten“ der Vergangenheit bietet dazu eine Vielzahl von individuellen Erfahrungsräumen.

Übergeordnet eröffnet sich der Menschheit in der Einbeziehung der spirituellen Dimension die Chance, den Sinn der menschlichen Existenz und deren ethische und moralische Aufgabenstellung begreifbarer zu machen und entsprechend zu handeln. Hierin liegt eine geistige Ressource, um den anstehenden Wandel innerhalb unserer Gesellschaft zu Gunsten einer besseren Welt zu bewältigen.

Frage: Welchen Platz räume ich der bewussten Erfahrung von Spiritualität in meinem Leben ein. Nutze ich die Möglichkeiten der Meditation, um innere Ruhe und Ausgleich zu finden?

Impuls: Auf meinem Weg nehme ich mir bewusst Zeit für eine Ausdrucksform der Spiritualität, die mit meinem Inneren in Einklang steht und praktiziere diese mit voller Hingabe (Ritual, Gebet, Gesang, Meditationen, Bildbetrachtung ...).

Welche eigene Idee dazu habe ich für den heutigen Weg?

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Entdecken, was verbindet

Empfehlung für das wert[e]voll Pilgerwandern auf dem Sternenweg

  • Planen Sie alleine oder mit Freunden eine Pilgerwanderung auf dem „Sternenweg/Chemin des étoiles“
  • Suchen Sie sich entlang einer Route des Projektraumes zwei oder mehrere mittelalterliche Kulturdenkmäler in der interaktiven Karte oder dem Bildband aus.
  • Wählen Sie sich einen Ausgangspunkt und planen Sie von dort Ihre individuelle Pilgertour zu den ausgewählten Zielpunkten, selbst wenn Sie abseits der offiziellen markierten Wege verläuft. Wanderbare Wege bzw. Radwege abseits der markierten Routen der Wege der Jakobspilger lassen sich bei den zuständigen Tourist Informationen erfragen, mit Hilfe der vielfältigen Navigationsvarianten im Internet (etc.) planen oder fragen Sie unterwegs einfach nach dem Weg.
  • Nehmen Sie sich (neben ausreichend Proviant) ein (Werte-)Thema mit auf den Weg. Im Mittelpunkt könnte die Frage stehen: Für welche Werte stehe ich in der Gegenwart, mit welcher Haltung bin ich heute als Pilger entlang der Sterne unterWEGs?“
  • Halten Sie unterwegs an besonderen Plätzen in der Natur und an den ausgewählten mittelalterlichen Zielorten inne. Versuchen Sie zu erfahren oder zu erspüren, welchen Impuls die Natur, das kulturelle Erbe des Mittealters für Sie bereithält. Werden Sie sich darüber gewahr, dass Sie sich auf einen Weg der Erkenntnis einlassen, der oftmals auch mit kleinen Gesten am Wegesrand beschenkt. Falls möglich, meditieren sie an stillen Plätzen in der Natur, die Sie intuitiv für sich auswählen, oder in den (mittelalterlichen) Kirchen am Wegesrand. Konzentrieren Sie sich bei der Meditation auf Ihren Atem und lassen Sie aufkommende Gedanken wie Wolken weiterziehen (Vorschlag zu einer Meditation zum Pilgerwandern siehe Anhang).
  • Achten Sie unterwegs bewusst auf Details in der Landschaft oder bei der Begegnung mit anderen. Viele Menschen waren bereits vor Ihnen hier unterwegs und viele werden Ihnen folgen. Alles hängt miteinander zusammen. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem inneren Dialog oder einen Austausch mit jenen, die Sie begleiten. Eine Rast bietet die Gelegenheit einen passenden Text (Literatur, Gedicht) zu lesen, zu beten, zu singen oder auch zu schreiben und zu malen.
  • Bewahren Sie Ihre Begegnungen und Erfahrungen unterwegs mit Notizen, Zeichnungen.
  • Sammeln Sie unterwegs Pilgerstempel, falls vorhanden, in den angefügten Stempelfeldern und verbinden Sie ihn mit einem der dort aufgeführten Impulse.
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Meditation

Der Atem fließt
langsam und tief durch die Nase ein und aus.

In der Ein- und Ausatmung
stabilisiert sich Dein inneres Gleichgewicht.

Die tiefe Ein- und Ausatmung zentriert Dein Selbst.

Lasse Dich mit voller Hingabe tief nach Innen hineintragen
zum Deinem Seelengrund.

Die Gedanken ziehen wie Wolken davon
und lösen sich nach und nach wie von der Sonne erwärmt auf.

Aus der Gedankenleere entspringt die Quelle der Schöpfung.
Was Wesentlich tritt fühlbar hervor.
Der Weg des guten Lebens öffnet sich.

Nach der Meditation stehe auf
und lass den Moment ausschwingen,
atme noch einmal tief und ruhig durch die Nase ein und aus.

Hinein zum Seelengrund.

Heraus, um Deinen Weg beherzt weiterzugehen.