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Deidesheim und Ruppertsberg

Pilgern für europäische Werte und Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit setzen!

In Ruppertsberg und in Deidesheim wurden am Samstag, den 21. Mai 2022, mittelalterliche Kulturdenkmäler als Bezugspunkte im europäischen Modellprojekt Sternenweg/Chemin des étoiles integriert mit einer steinernen Jakobsmuschel und der dazugehörigen Informationstafel ausgestattet.

Deidesheim Bild 1

Die feierliche Einweihung der Informationstafeln erfolgte nach einem Impulsvortrag des Projektleiters Peter Michael Lupp in der Kirche von Ruppertsberg.

Im Anschluss segnete Pfarrer Braun auf dem Kirchenvorplatz die steinerne Jakobsmuschel und das neue Informationsschild im Beisein von über 50 Gästen. Mit wunderbar erfrischenden Klängen der Ruppertsberger „Bloskapell“ gab es noch gute Gespräche und einen feinen Tropfen Pfälzer Sekt dazu. Mit großem fachlichem Wissen und einer Prise Humor begleitete danach Historiker Berthold Schnabel die Gruppe zu Fuß nach Deidesheim, vorbei an den gekennzeichneten mittelalterlichen Kulturdenkmälern, an denen vorbei wahrscheinlich schon im Mittelalter Pilger*innen ihren Weg suchten und auch innegehalten haben: eine Kreuzigungsgruppe in den Weinbergen, die Stadtkirche St. Ulrich und das ehemalige Bürgerspital von Deidesheim.

Im Bürgerspital fand dann nach der Einweihung der Informationstafel an der gotischen Kirche der Ausklang eines besonderen Tages statt, der auch ganz im Zeichen der Verbreitung des Friedens, Freiheit und Gerechtigkeit – und dem Mitgefühl für alle Menschen, die von diesem schrecklichen Krieg in der Ukraine betroffen sind – stand!

Ein besonderes Dankeschön sprach Projektleiter Peter Michael Lupp allen Beteiligten in Ruppertsberg und Deidesheim aus, insbesondere galt dieser Dr. Hermann Birkhofer, Dr. Erich Bien und Berthold Schnabel, die mit großem Engagement das Einweihungsfest und alle Vorbereitungen dazu auf die Beine gestellt haben.

Deidesheim Bild 2

N 49° 24' 2.8'', E 8° 11' 45.6''
Ruppertsberg, église paroissiale cath. Saint-Martin (XIIIème-XVème s.), unique église-halle de style gothique tardif du Palatinat, remarquable chaire en pierre (vers 1510

Deidesheim Bild 3

N 49° 24' 26.0'', E 8° 11' 13.7''
Deidesheim, hôpital fondé par donation en 1494, chapelle à voûte étoilée, lanterne des morts dans le jardin de l’hôpital (XIVème s.)

N 49° 24' 27.0'', E 8° 11' 11.0''
Deidesheim, jardin du château, vestiges des fortifications médiévales (XIVe–XVe siècle) avec les tours encore visibles dans la Spitalgasse.

N 49° 24' 28.8'', E 8° 11' 13.0''
Deidesheim, église paroissiale catholique Saint Ulrich et ancien ossuaire (XVème s.)

N 49° 24' 38.48'', E 8° 11' 7.07''
Deidesheim, calvaire, groupe de crucifixion illustrant Sainte Catherine et Sainte Barbara (1431)

N 49° 24' 55.7'', E 8° 09' 57.6''
Deidesheim, 'Heidenlöcher' (les cavités des païens), vestiges d’un château fort datant vraisemblablement de la fin de l‘époque carolingienne (IXème/Xème s.)

Stimmen

„Entlang der „Sternenwege“ durch unsere Heimat können unsere mittelalterlichen Gotteshäuser, mit ihrer besonderen Aura, den ursprünglichen Geist der Pilgerschaft in die Gegenwart und unsere heutigen Fragen zur Wegsuche durchs Leben übertragen. In Deidesheim und Ruppertsberg gehören bedeutende mittelalterliche Kulturdenkmäler, die im Rahmen des europäischen Modellprojektes erfasst wurden. Weitere dieser baulichen Zeitzeugnissen in der Umgebung haben über bereits vorhandene Wege durch eine überaus reizvolle Landschaft verbunden werden können.

Tourismus, kulturelles Erbe und Spiritualität können über den Sternenweg so fruchtbar verbunden werden und das ist unser Anliegen! Wir möchten daher dieses außergewöhnliche Modellprojekt, sein Netzwerk und seine Friedensbotschaft aktiv unterstützen und Einheimische und Gäste einladen, das kulturelle Erbe des Mittelalters mit der Gegenwart zu verknüpfen“, erläutern die Projektpaten vor Ort Dr. Hermann Birkhofer und Dr. Erich Bien.

„Mit diesem Modellprojekt möchten wir mit kleinen Gesten die aktuelle Suchbewegung vieler Menschen nach Lebenssinn und (europäischen) Werten inspirieren. Sinnstiftung, Mitgefühl und Solidarität erfährt in Krisenzeiten eine unvorhergesehene Bedeutung. Zu diesen aktuellen Themen innerhalb der Gesellschaft, kann die Idee des Sternenweges einen Beitrag leisten. Pilgern bedeutet achtsames Gehen und die Suche nach Erkenntnis und das gilt auch für den Alltag. In den überaus facettenreichen Kulturlandschaften unserer Heimat und insbesondere in den mittelalterlichen Kirchen am Wegesrand erhält man dazu viele Anregungen. Spiritualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen und das lässt sich gerade aus dem Mythos der Wege der Jakobspilger bis heute in besonderem Maße herauslesen und neu entdecken“, erläutert Projektleiter Peter Michael Lupp, Kulturreferent Regionalverband Saarbrücken.

Auszug aus "www.sternenweg.net" Ⓒ