Jakobsmuschelsteine: Hinweise auf Zeugnisse der mittelalterlichen Baukultur am Wegesrand

Das zentrale Wegezeichen bilden die Jakobsmuschelsteine. Sie werden bis heute unter der Schirmherrschaft des Regionalverbandes Saarbrücken von Jugendlichen des Zentrums für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach (ZBB) im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen gefertigt und auf Stelen befestigt.

Diese sehr belastbaren Abgüsse von originalen Jakobsmuscheln aus Galicien verweisen, im Boden eingelassen, auf Zeugnisse der mittelalterlichen Baukultur am Wegesrand. Bislang sind fast 200 dieser Jakobsmuschelsteine im Projektraum eingesetzt bzw. erfasst worden. Kollektiv bilden sie eine Perlenkette – eine poetische Sternenspur – der baulichen und künstlerischen Zeitzeugen, die bereits für die Jakobspilger, die im Mittelalter in den Kulturlandschaften des Projektraumes in Richtung Santiago de Compostela unterwegs waren, gegenwärtig gewesen sein dürften. Über Land kennzeichnen diese Jakobsmuschelsteine gelegentlich auch besondere Sichtachsen in der Landschaft, die schon immer Bezugspunkte bei der Orientierung in der Fremde geschaffen haben. Immer wieder finden sich die verbliebenen mittelalterlichen Zeugnisse auch etwas abseits der heute markierten Wegerouten, daher wurden solche mittelalterlichen Kleinode auch bis zu einem Abstand von ca. 15 km von der markierten Wegeführung in das Projekt einbezogen!

Die einzelnen Positionen sind in der interaktiven Karte mit einem roten Punkt markiert. Beim Anklicken erhalten Sie in einem kleinen Fenster die GPS-Position, eine kunstgeschichtliche Kurzinformation zum jeweiligen Objekt, sowie den Hinweis, wie viele Kilometer das mittelalterliche Baudenkmal etwa fußläufig abseits von den offiziellen Wegerouten liegt.