Jakobsmuschelstein und Informationsstele am Mont Ste-Odile

Das bekannteste Pilgerziel im Elsass ist der Odilienberg. Hier hatte die Schutzpatronin der Region, die Hl. Odilie, um das Jahr 700 ein Kloster gegründet. In der mittelalterlichen Odilienkapelle (11./12. Jh.) befindet sich bis heute ihr Grab. Das Kloster, dessen Blütezeit im 12. Jh. war, ist bis heute ein Ziel für Pilger aus aller Welt. Der Odilienberg mit seinem Kloster liegt an den Wegen der Jakobspilger im Elsass.

Auf Initiative der Präsidentin der Association "Les Amis de St. Jaques en Alsace", Evelyn Studer und mit Unterstützung der "St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e. V." konnte erreicht werden, dass unmittelbar vor der Klosterkirche ein Jakobsmuschelstein aus Saarbrücken und eine Informationsstele zum Projekt einen würdigen Platz gefunden haben. Dieser Jakobsmuschelstein liegt damit auf dem höchsten Punkt des gesamten Projektes, auf rund 800 Metern Höhe und wird jährlich Tausende von Pilgern über das Projekt "Stenenweg/Chemin des étoiles" informieren. Am 17. Mai 2014 wurde die Stele feierlich eingeweiht, über 80 Pilger aus dem Elsass, der Pfalz, dem Saarland und aus Lothringen wohnten der Feierlichkeit bei. Der Rektor des Odilienbergs, Père Patrick Koehler, segnete persönlich den Jakobsmuschelstein und die neue Informationsstele und freute sich, dass damit der Odilienberg eine weitere symbolische Station des Projektes "Sternenweg/Chemin des étoiles" geworden ist. Das Projekt soll sich in den kommenden Jahren zwischen Wissembourg und Colmar punktuell weiter entwickeln. Diese Wegeachse verfügt über sehr bedeutende Zeugnisse der mittelalterlichen Baukultur.

Ein nächster Jakobsmuschelstein wird in Haguenau an der Kirche St. Nikolaus, die als Spitalkirche durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa gegründet wurde, gesetzt.

Ein Weinetikett der elsässischen Jakobusgesellschaft zeigt St. Jakobus als Pilger aus dem Steinrelief der Jakobuskapelle von Mutzig.