Welch Geistes Kind bin ich? – Denkbilder unterwegs



Die Erfahrungen, die wir bei den meditativen Pilgerwanderungen, Erkundungen zur Nachhaltigkeit oder Ortsgesprächen auf unterschiedlichsten Etappen auf dem Sternenweg gemacht haben, bestätigen, dass sich ästhetisches und ethisches Wahrnehmungsvermögen in hohem Maße durch künstlerische Reflexionen inspirieren lässt.

Vor diesem Hintergrund entstand 2016 die Idee entlang der Sternenwege auch poetische Bilder und Gedanken, sogenannte „Denkbilder“ - zum Vertiefen und Weiterdenken zu entwickeln. Die „Denkbilder“ entstehen jeweils aus dem Geist, bzw. dem Thema eines besonderen Details, eines der erfassten mittelalterlichen Bauwerke am Wegesrand.

In künstlerisch-poetischer Art und Weise entsteht so aus den Impulsen des Ortes eine gegenwartsbezogene Interpretation. Die Besucher und Pilger werden mit dem Denkbild eingeladen zwischen den Zeiten und Lebensräumen einen inneren Zusammenhang zu erspüren, der weitergedacht werden kann.

Im Kern laden die Denkbilder dazu ein, sich den Herausforderungen des Lebens mit seinen Rätseln zu stellen. Welch Geistes Kind bin ich? Wie lassen sich überkommene Begrenzungen und Strukturen im Dasein überwinden? Was bedeutet das gute Leben im Europa der Gegenwart?

Diese „Denkbilder“, auf die man bereits an einigen mittelalterlichen Kulturorten am Wegesrand stößt, haben Experimentiercharakter! Sie möchten Perspektiven aus einem anderen Blickwinkel eröffnen und bilden eine weitere Verständigungsebene des Modellprojektes „Sternenweg/Chemin des étoiles“: Neues (Weiter)Denken kann entstehen, wenn sich Menschen auf die Impulse der Orte und der Denkbilder einlassen und sie dann darüber beim Gehen meditieren.

Bislang lassen sich Denkbilder in Gimmeldingen, Zweibrücken, Altheim, Böckweiler und am KulturOrt Wintringer Kapelle entdecken.

So wie es sich fügt, erhalten künftig weitere Orte ein solches „Denkbild“, um den Menschen ein Angebot zur (Selbst)Reflexion beim Unterwegssein zu bieten.

Erstes Bild